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Rezension: LTB 509 - Extrem erfrischen!



Das Wunder von Katapulto (Carlo Panaro – Alessia Martusciello; 58 S.)

Micky und Goofy wollen erholsame Ferien auf der Tropeninsel Katapulto verbringen, wo sie mit ihrem Freund, dem erfolgreichen Schriftsteller Theophil Timberson, eine schöne Zeit planen wollten. Schon nach der Anreise häufen sich die Indizien dafür, dass Theo nicht zuhause ist und ihm seltsame Dinge – wenn nicht gar ein Verbrechen! – widerfahren sind. Die beiden Entenhausener Micky und Goofy nehmen die Ermittlungen auf, streifen über die Insel und lernen deren Bewohner kennen. Dass die Zeit drängt, ist den beiden noch gar nicht bewusst...

Ein erhellender Lichtblick in diesem LTB 509 ist ganz ohne Frage die Geschichte aus dem Maus-Kosmos i.e.S. Wer diese gelesen hat, wird den kleinen Wortwitz verstehen. Die Handlung ist in der Tat spannend, mit netten Nebenfiguren und einer traumhaften Kulisse namens Katapulto. Optisch kann man da nicht meckern. Inhaltlich weist "Das Wunder von Katapulto" zwar Schwachstellen auf und das eine oder andere Detail wird mit Biegen und Brechen eingebracht. Unterm Strich gefällt mir jedoch der Bezug zur griechischen Mythologie recht gut. Allerdings muss ich zugeben, dass diesbezüglich mehr hätte kommen können, vielleicht schon in der ersten Hälfte der Geschichte. Antike Schriftrolle enthüllt Mega-Geheimnis? - Bisschen dünn, selbst für Vielschreiber Panaro.

Auch wenn das Drumherum die stolzen 58 Seiten gut ausfüllt, ist die Geschichte eher textlastig und kommt ohne viel Action daher. Es sind einfach alle viel zu freundlich: Angefangen beim Taxifahrer über den Rezeptionisten bis zum Bademeister. Verschenktes Potenzial.

Könnte mir gut vorstellen, einem künftigen Wiedersehen mit Theophil (dem Götterliebhaber? ^^) nicht abgeneigt zu sein! Die einzige Story in diesem LTB, in der durch die hübschen, ausdrucksstarken Zeichnungen richtiges Urlaubsfeeling aufkommt!



Zuletzt aktualisiert: 24.07.2018, 11:10