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Das Lustige Taschenbuch von außen

2. Die Neuauflagen-Titel(bilder)



Alle in diesem Artikel beschriebenen Änderungen gelten natürlich nur für die Erstausgaben. Wenn ein Band später nachgedruckt wurde, so wurden die Äußerlichkeiten in der Regel an das derzeitige Design angepasst. Die Titel und Titelbilder wurden dabei zunächst unverändert belassen. Von 1997 bis 2008 legte Ehapa jedoch die ersten 240 Lustigen Taschenbücher noch einmal ganz neu auf. Josep Tello Gonzalez war dafür zuständig, die Cover an das damals gültige Konzept anzupassen. Dies bedeutete, dass für die Bände der klassischen Phase eine Titelgeschichte ausgewählt werden musste. In den Anfangsbänden der szenischen Phase wurden die Titelgeschichten mitunter ausgetauscht (133, 134, 144, 147, 149), später dann aber stets identisch belassen. Trotzdem änderten sich die gezeigten Bilder zum Teil stark, auffällig sind außerdem die grellen Farben, die vor allem Mitte der 100er zum Einsatz kamen. Nur einige der späteren Motive, bei denen Tello ohnehin schon das Original gezeichnet hatte, wurden beibehalten (230, 233, 234, 235, 238 sowie 240, die meisten davon allerdings gespiegelt). Auf dem Backcover sind übrigens immer die jeweiligen Erstauflagen-Titelbilder zu sehen.


3. Figuren auf dem Cover

Im ersten Kapitel wurde bereits darauf hingewiesen, dass sich die typische Anzahl der Figuren von Phase zu Phase änderte – nur wenige Worte wurden aber bislang darüber verloren, welche Figuren zu sehen sind. (Bitte beachten, dass dieser Artikel nur unregelmäßig aktualisiert wird und die genannten Daten daher veraltet sein können – aktueller Stand: LTB 520)

3.1 Universen



Wenig überraschend dürfte sein, dass es wesentlich seltener Maus- als Duck-Cover zu begutachten gab. Insgesamt sind es bislang 46 reine Maus-Cover, von denen mehr als die Hälfte auf die ersten hundert Bände entfällt, in denen Ducks und Mäuse inhaltlich noch voneinander getrennt waren. Als sich dann aber die beiden Universen vermischten, wurden in der szenischen Phase fast immer die Ducks bevorzugt. In den 400ern gab es sogar nur ein einziges reines Maus-Cover (491). Crossover-Cover mit sowohl Duck- als auch Maus-Figuren waren vor allem in den 300ern beliebt, sind insgesamt aber selten. Das Motiv von LTB 450 ist übrigens dasjenige, in dem bislang am meisten Figuren zusammengepfercht wurden. Das genaue Gegenteil davon sind die Titelbilder von LTB 334 und 349, hier ist nämlich überhaupt keine Figur zu sehen bzw. zu identifizieren.




3.2 Hauptfiguren



Die Figur, die auf über 300 Motiven und damit mit Abstand am häufigsten zu sehen war, ist natürlich Donald (und da sind seine über 40 Auftritte als Phantomias gar nicht mit eingerechnet). In der klassischen und in der szenischen Phase war Dagobert noch fast genauso oft abgebildet. Erst mit der Tello-Phase entwickelte sich die Donald-Zentrierung, die in den 200ern besonders stark war, jedoch bis heute anhält. Dennoch ist Dagobert die Figur, die nach Donald am häufigsten alleinig abgebildet ist. Die Neffen waren lange Zeit fast nur Nebendarsteller, seit Band 333 dürfen sie aber immer mal wieder alleine aufs Cover (zuvor lediglich bei Nr. 25 und 122). Micky steht an vierter Stelle, er war in den Ü100-Bänden wenn überhaupt nur noch dann alleine zu sehen, wenn er das Geburtstagskind war (131, 252, 383). In dieser Grafik ist zu sehen, wie sich die Auftritte der Hauptfiguren – also Donald bzw. Phantomias, Dagobert, die Neffen und Micky – im Laufe der Zeit verändert haben:




3.3 Weitere Figuren / Frauenanteil



Ansonsten haben es nur vier weitere Figuren mal alleine aufs Cover geschafft, nämlich Goofy (97, 299, 364), Daisy (110), Indiana Goof (376) und die Panzerknacker (397, 442, 474, 511). Dabei ist das Motiv von LTB 110 das einzige, in dem eine weibliche Figur alleine auftritt – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass man das Donald-Strichmännchen nicht mitzählt! Darüber hinaus gibt es nur drei weitere Motive, in denen die Anzahl der Frauen überwiegt (39, 201, 232), in immerhin 28 Fällen sind gleich viele Frauen und Männer abgebildet. Insgesamt ist auf nur gut zehn Prozent aller Cover überhaupt eine weibliche Figur zu sehen – und darunter fallen einige Gruppenbilder, in denen der Männeranteil deutlich höher ist. Diese Daten belegen also, dass Frauen auf den Covern ähnlich schwach repräsentiert sind wie in den Comics.
Die Figur, die am häufigsten auf dem Titelbild zu sehen war, der aber noch nie ein alleiniger Auftritt vergönnt war, ist Daniel Düsentrieb (14-mal), dicht gefolgt von Gundel Gaukeley und Gustav Gans (je 13-mal). Ein gutes Beispiel dafür, dass mitunter auch bekannte Entenhausener nur sehr selten auf das Cover dürfen, ist Franz Gans, der bislang nur zweimal auftrat (197 und 318).

Figur Anzahl Erstmals Längste Serie Längste Abstinenz
Donald 320 LTB 1 10 (LTB 112-121)* 7 (LTB 156-162)**
Onkel Dagobert 168 LTB 1 5 (LTB 158-162) 13 (LTB 506-518)
Tick, Trick und Track 93 LTB 7 3 (LTB 7-9; 378-380) 39 (LTB 240-278)
Micky 60 LTB 2 2 (LTB 62/63) 40 (LTB 253-292)
Phantomias 41 LTB 41 2 (LTB 157/158, 440/441) 40 (LTB 1-40)
Daisy 29 LTB 8 2 (LTB 318/319) 67 (LTB 233-299)
Goofy 22 LTB 15 2 (LTB 299/300) 86 (LTB 207-292)
Die Panzerknacker 18 LTB 10 2 (LTB 396/397) 168 (LTB 20-187)
Daniel Düsentrieb 14 LTB 103 - 102 (LTB 1-102)
Gundel Gaukeley 13 LTB 39 - 108 (LTB 40-147)
Gustav Gans 13 LTB 8 - 170 (LTB 20-189)
Dussel Duck 11 LTB 47 2 (LTB 212/213) 142 (LTB 48-189)
Klaas Klever 10 LTB 50 - 121 (LTB 180-300)
Minni 10 LTB 15 - 137 (LTB 66-202)
Pluto 8 LTB 15 - 219 (LTB 99-317)
Kater Karlo 8 LTB 34 - 146 (LTB 304-449)

Weitere Figuren:
Fünf Auftritte: Das Schwarze Phantom (2, 62, 203, 360, 389), Gamma (15, 29, 98, 303, 450), Oma Duck (22, 74, 103, 318, 488), Opa Knack (188, 192, 422, 450, 460), Helferlein (293, 300, 370, 450, 459).
Vier Auftritte: Gitta Gans (170, 216, 386, 450), Indiana Goof (176, 189, 210, 376), Mack & Muck (11, 15, 42, 318).
Drei Auftritte: Klarabella (15, 30, 318), Kommissar Hunter (15, 300, 450), Mac Moneysac (341, 420, 452).
Zwei Auftritte: Phantomime (57, 466), A-Hörnchen und B-Hörnchen (72, 100), Rudi Ross (112, 318), Marbella (134, 450), Schmutzgeier (164, 171), Franz Gans (197, 318), Supergoof (288, 337), Nimmermehr (309, 465), Kay-K (413, 462), Der erste Phantomias / Lord Quackett (453, 471), Detta van Duz (453, 471).
Ein Auftritt: Jackie & Karlie (9), Seppl (9), Alfons (15), Primus von Quack (19), Hicksi (39), Javez/Javert (143), Bubble Billy (144), Spectaculus (157), Dr. Krantz (176), Makk Moloch (393), Atömchen (450), Habakuk (450), Darendorf Düsentrieb (453), Zorngiebel (488).

Stand: LTB 520
*Mit Phantomias: 16 (LTB 279-294)
**Mit Phantomias: 4 (LTB 159-162)
Anmerkungen: Es wurde nur die Hauptreihe und hier nur die Erstauflage berücksichtigt. Bei Figurengruppen (z.B. Tick, Trick und Track, die Panzerknacker, Mack und Muck) wurde es bereits als Auftritt gewertet, wenn nur eine der Figuren auf dem Cover zu sehen ist.


4. Die häufigsten Titelwörter



Hier noch eine "Word Cloud" mit den Erstauflagen-Titelwörtern der Lustigen Taschenbücher 1 bis 500. Funktionswörter wie "in" oder "und" wurden gefiltert, Flexionsformen zum Teil zusammengefasst. An erster Stelle steht, wenig überraschend, "Donald" – das Wort kam 57-mal vor und ist daher am größten geschrieben. Mit Micky (31), Dagobert (25), Phantomias (21) und Duck (18) und Entenhausen (11) folgen weitere Namen, die meistens in der klassischen Phase auftauchen. Abgesehen von den Namen und dem meist darin verwendeten "Onkel" (18) kommen zum Beispiel folgende Wörter häufig vor: Jahr (14), Abenteuer (10), Jubiläums-Ausgabe (9), groß (9), Gefahr (8), Held (7), Ferien (7), Gold (7), Sommer (6), Einsatz (6), Zeit (6), golden (5), Jagd (5), Traum (5). (Stand: LTB 518)


5. Die Buchrücken(motive)

Klaffende Lücken im Regal – bei den allermeisten Comicserien fällt das auf den ersten Blick nicht wirklich auf. Beim LTB schon. Schuld daran sind die Motive auf den Rücken der Bücher, die sich in der Regel über einen oder zwei Jahrgänge erstrecken. Dabei ist manch jüngerem Leser womöglich gar nicht bekannt, dass es auch eine Zeit gab, in denen die Lustigen Taschenbücher noch nicht von einem Buchrückenmotiv geschmückt wurden. Auf den Rücken der ersten 118 Bände ist nämlich nur der nüchterne Schriftzug "Walt Disneys Lustige Taschenbücher" in Großbuchstaben aufgedruckt (und natürlich die Nummernmarkierung, siehe 7.). Doch dann LTB 119: Eine Schnabelspitze, ein Zwicker und ein Backenbart vor gelbem Hintergrund... es war nicht viel Fantasie vonnöten, um zu erahnen, dass sich mit den folgenden Bänden der Kopf von Onkel Dagobert zusammensetzen sollte. Bis Band 165 schlossen sich daran viele weitere Figuren aus dem Duck-Universum an, sodass das erste Buchrückenmotiv bis heute auch das längste ist.
Die nachfolgenden Bilder erstreckten sich immer über ein oder zwei Jahrgänge. Während die ersten Motive entweder Donald, Dagobert oder die Neffen in Großaufnahme zeigten, gab es später – beginnend mit dem Cavazzano-Motiv von 2002/2003 (LTB 294-319) – häufiger auch Gruppenbilder, in denen viele Figuren dicht gedrängt aneinander standen. Viele Motive nahmen den runden Geburtstag einer Figur oder der Reihe selbst zum Anlass, so geschehen in den Jahren 1997, 2004, 2007, 2008, 2009, 2012, 2016, 2017 und 2019. Es kann aber auch vorkommen, dass die Bilder einen "außerentenhausischen" Anlass aufweisen, wie es 1999/2000 zum Millennium, 2006 und 2014 zu den jeweiligen Fußball-Weltmeisterschaften und 2015 zum Erscheinen des neuen Star-Wars-Films der Fall war.
Wohl aufgrund des großen Erfolgs wurden auch für die 1997er-Neuauflage nun auch die Rücken der Bände 1-118 nachträglich mit Buchrückenmotiven ausgestattet. Hier erfolgte die Aufteilung jedoch nicht nach Jahrgängen, sondern in 10er-Schritten. Die Bilder zeigen ausschließlich Donald, meistens in Nahaufnahme, aber in verschiedenen Gemütslagen.
Seit 2012 liegt die Gestaltung der Motive in der Hand von Coverzeichner Andrea Freccero. Zuvor hatte es keinen festen Zeichner gegeben, vermutlich war aber Tello für mehrere Motive zuständig. Dreimal – nämlich 2002/2003, 2007 sowie 2010/2011 – durfte aber auch Star-Zeichner Giorgio Cavazzano ran.


6. Der Titelschriftzug



Nicht ganz so auffällig ist, dass die Buchstaben des Schriftzugs in den allerersten Ausgaben leicht verwackelt sind. Bereits mit Band 12 wurden sie jedoch "begradigt". Ebenfalls ab dieser Ausgabe wurden der Schriftzug und der rechts davon positionierte Preisaufdruck farblich vereinheitlicht, jedoch nun mit einer Trennlinie voneinander separiert. Der Rest des Covers war bis LTB 40 meistens in einer anderen Farbe gehalten, sodass auch diese Bereiche optisch klar abgegrenzt waren (und wenn sie doch einmal farblich identisch waren – wie erstmals bei LTB 16 – kam ebenfalls ein Trennstrich zum Einsatz). Die größte Änderung gab es aber schließlich 1987 zum 20-jährigen Jubiläum der Reihe, denn hier wechselte nicht nur der Schriftzug selbst, sondern auch der ganze Titel. Bis dahin hieß die Reihe "Lustige Taschenbücher", mit LTB 119 wurde daraus der Singular "Lustiges Taschenbuch". Mit dem neuen Schriftzug gab es auch keine strikte räumliche Trennung zum Motiv mehr, sodass nicht selten ein Teil der Abbildung in den Schriftzug hineinragte. Das "Taschenbuch" stand nun stets in einem Rechteck mit abgerundeten Ecken, das ebenso wie die Schrift in wechselnden Farben erschien. Auch die Schriftart wurde ausgetauscht, die Großbuchstaben mussten nun einer peppigeren Schrift weichen. Und diese besteht im Prinzip noch bis heute, nur kam mit LTB 230 die weiße Umrandung hinzu, die durchaus einen optischen Unterschied ausmacht. Für ein etwas edleres Aussehen sollte auch das nun glänzende "runde Rechteck" sorgen. Seit den 300ern ist es jedoch bis auf wenige Ausnahmen immer transparent, nur die Umrandung ist noch zu sehen, häufig in Gold oder Blau. Anlässlich des Jubiläums der Reihe wurde im 2017er-Jahrgang die Schrift "50 Jahre" in die Umrandung integriert. Zu den Jubiläen gab es zum Teil sowieso besondere Schriftzüge (172, 230, 369). Ebenfalls eher Ausnahmen, in den letzten Jahren aber immer häufiger sind die Bände im Querformat, in denen der Schriftzug also seitlich angebracht ist (300, 324, 377, 410, 473, 495). Außerdem gab es bereits einige Cover, in denen sich Motiv und Titelschriftzug beeinflussen, so etwa 274 (Ball zerschießt Logo), 311 (Umrandung schmilzt), 345 (Umrandung mit Eiszapfen, auch später noch häufig verwendet) und 500 (Donald hängt an Umrandung).
Zuletzt noch ein paar Worte zum Disney-Schriftzug: Er war zunächst links vom Titelschriftzug positioniert, wanderte aber mit LTB 119 direkt darüber, nur um mit Ausgabe 230 wieder an die ursprüngliche Stelle zurückzukehren. Die Schrift selbst veränderte sich jedoch schon 1976 mit Band 39, als der typische Disney-Font zum Einsatz kam. Bei LTB 334 tilgte man das "s", sodass es nur noch "Disney" (statt "Disneys") hieß. (Das gab es zuvor jedoch schon einmal ganz kurz, nämlich zwischen den Bänden 10 und 13.)

7. Die Nummermarkierung

... ist stets in der linken oberen Ecke angegeben, in den ersten vierzehn Ausgaben noch mit "No", ab der fünfzehnten mit "Nr.". Das wurde auch mit der Designänderung bei Band 119 beibehalten, nur wurde das "Nr." nun ein bisschen kleiner geschrieben. Mit LTB 230 wurde der bis heute bestehende quadratische Kasten eingeführt, der meist in roter oder blauer Farbe gehalten ist (mit stets weißer Schrift). Auch auf dem Buchrücken wurde natürlich die Nummer angezeigt. Sie befand sich anfangs noch unten, wanderte mit LTB 69 jedoch nach oben. (Wer also einen der ersten 68 Bände mit obenstehender Nummer besitzt, hat keine Erstausgabe, sondern einen Nachdruck.) Dort ist sie bis heute auch geblieben, Änderungen gab es nur in der Schriftfarbe (bis Mitte der 200er fast immer schwarz, danach üblicherweise weiß, nur zwischen 372 und 423 rot) sowie in der Schriftart (zwischen 119 und 280 mit Serifen, davor und danach ohne).


8. Das Ehapa-Logo

Auf den ersten 57 Bänden war auf der Frontseite nicht ersichtlich, dass das LTB von Ehapa herausgegeben wurde. Ab Band 58 prangte auf jedem Cover die Aufschrift "EHAPA VERLAG GMBH", bei Band 81 wurde sie mit dem damaligen Logo von Ehapa ersetzt (siehe links unten). Dieses wanderte mit Band 119 unten auf den Buchrücken, blieb dort aber nur bis LTB 149, als das neue Sprechblasen-Logo eingeführt wurde. Dieses befand sich bis einschließlich Nr. 224 unten auf dem Cover, danach wurde es zunächst ersatzlos gestrichen. Erst mit LTB 435 kam eine neue Version (siehe unten Mitte) wieder auf dem Backcover zum Vorschein. Das Logo veränderte sich nochmals 2014 mit Band 460, als Ehapa in Egmont Ehapa Media umbenannt wurde.


9. Das Backcover



Anfangs gibt es hierzu nicht viel zu sagen, lange Zeit war auf dem Backcover einfach eine Abbildung aus einem der Comics zu sehen, mit Nr. 201 kam der Strichcode hinzu. Interessant wird es erst mit LTB 306. In diesem mit "Onkel Dagobert blickt durch" betitelten Band sieht man auf dem Backcover das Titelbild von hinten – Dagobert blickt hier also im wahrsten Sinne des Wortes durch (diesen Effekt sollte es auch später noch geben). In der darauffolgenden Ausgabe "Glückwunsch, Glückspilz!" gab es erstmals einen kurzen, knackig geschriebenen Text, der den Inhalt des Bandes schmackhaft machen sollte. Dieser nahm im Laufe der 300er immer mehr Raum ein und der Anteil der Abbildungen wurde zurückgedrängt. Seit den 400ern ist die Gestaltung des Backcovers variabler, zeitweise (in den 420ern) gab es sogar überhaupt keinen zusammenhängenden Text mehr, sondern nur ein Wort-Gitter mit Stichwörtern aus den enthaltenen Comics. Weiterhin fast immer vorhanden ist jedoch der meist alliterierende Spruch, der die Anzahl der im Band enthaltenen Geschichten mit dem Titel des Bandes verknüpft. Seit Band 435 ist das Egmont-Logo unten abgebildet (siehe 8.), mit Ausgabe 469 ist rechts unten außerdem noch ein Kasten mit der Aufschrift "LTB" hinzugekommen (ähnlich den Nummernkasten auf dem Frontcover). Erwähnenswert ist noch LTB 500, das im Grunde genommen gar kein Backcover hat, denn es kann von beiden Seiten aus gelesen werden.


10. Der Preis-Aufdruck

Auf LTB 1 ist der DM-Preis in der rechten oberen Ecke zu finden. Das wurde auch lange Zeit so beibehalten, erst 1997 mit Ausgabe 239 rutschte der Preis auf den Strichcode und somit auf das Backcover, wo er sich noch heute befindet (mit Ausnahme der Bände 294 bis 296, aufgrund der beigelegten Sammelfiguren waren hier Strichcode und Preis auf dem Frontcover). Eine Besonderheit gab es von Band 102 bis 118, denn hier war über dem stets gelb hinterlegten Preis-Kasten ein kleiner Micky-Kopf angebracht. Der Preis ist übrigens ein gutes Kriterium, um die richtige Auflage zu bestimmen. Eine Übersicht über die Preisentwicklung des Lustigen Taschenbuches findet sich hier.
Die Preise für andere Länder wurden auf den ersten fünf Bänden dort angebracht, wo es nun mal gepasst hat. Danach befanden sie sich immer direkt unter dem DM-Preis. Welche ausländischen Preis angebracht wurden, änderte sich mehrmals, zwischen den Bänden 87 und 109 waren es nur die für Österreich und die Schweiz, zuvor und danach jedoch auch noch andere.


11. Zusätzliche Hinweise



Auf dem ersten Lustigen Taschenbuch prangt der Aufdruck "NEU" nebst Micky-Kopf. Ansonsten gab es solche zusätzlichen Hinweise sehr selten, man ließ das Titelmotiv für sich sprechen. Mit LTB 118 kam die Aufschrift "NEU! Jede Seite bunt!" hinzu, die sich ab LTB 123 in "264 bunte Comic-Seiten" verwandelte. Zwanzig Ausgaben später wurde dieser wieder gestrichen, denn nun musste auf die nächste Neuerung aufmerksam gemacht werden: "NEU – Jetzt monatlich" stand zwischen Nr. 143 und 147 auf dem Cover. Danach gab es eine Weile lang keine Hinweise mehr (mit Ausnahme von LTB 172), in den 200ern unter Chefredakteur Harald Saalbach war man aber sehr darauf bedacht, zum üblichen Inhalt noch ein paar Extras zu bieten... und diese dann auch auf dem Cover herauszustellen. Das waren in vielen Fällen die Donald-Duck- oder Micky-Maus-Zeitungscomics, die man in der Bandmitte abdruckte, aber auch Postkarten legte man sehr gerne bei. In der Höpfner-Ära wurde dies beendet, Hinweise auf dem Titelbild gab es zunächst nur, wenn es Extraseiten gab. In der zweiten Hälfte der 300er (insbesondere in den 60er-Bänden) experimentierte man wieder mehr, zum Teil wurde auf besondere Geschichten hingewiesen (beispielsweise eine "80 Seiten lange Story" in LTB 365), zum Teil gab es wieder Extras (Sticker in LTB 366, Lesezeichen bei LTB 367). Das scheint aber nicht den gewünschten Verkaufserfolg eingebracht zu haben, sodass man seitdem nur noch wenige derartige Hinweise auf dem Cover sieht (z. B. aber 414, 435).

12. Fazit

Insgesamt kann man sagen, dass das Design des Lustigen Taschenbuches nur ein einziges Mal fundamental verändert wurde: 1987 unter Chefredakteurin Dorit Kinkel. Mit Band 119 gab es nicht nur einen neuen Titel und ein frisches Logo, sondern auch das für die Reihe so charakteristische Buchrückenmotiv kam hinzu. Übrigens wurde zunächst noch mit einem alternativen Schriftzug experimentiert: Die Bände 116 und 117 kamen als vollständig in Farbe gedruckte Testausgaben heraus, die nur in Berlin und München verkauft wurden. Die gebogene Schrift und die grünen, wolkenähnlichen Gebilde konnten offenbar aber doch nicht überzeugen (sofern die Benutzung dieses Logos überhaupt ernsthaft in Erwägung gezogen wurde).
Der Wechsel zwischen 229 und 230 fällt da schon weniger stark aus und auch danach passierte nicht mehr viel. Obwohl sich 2017 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Reihe ein neuer Anstrich angeboten hätte, baut Ehapa weiterhin auf das vertraute Design. Ob es jemals noch eine größere Änderung geben wird, weiß wahrscheinlich auch in Berlin niemand. Wir werden es beobachten.






Zuletzt aktualisiert: 04.06.2019, 21:13
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