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Rezension: LTB 490 - Cool bleiben!



Der magische Gumburumbu (Enrico Faccini; 33 S.)

Bei einer Versteigerung von allerlei Kuriositäten aus der Zauberwelt hat es Gundel Gaukely auf den magischen Gumburumbu abgesehen. Diese mehr oder wenige bequeme Liege im Kroko-Stil bindet denjenigen an sich, der sich auf ihr entspannen will und schleppt ihn querfeldein über Stock und Stein zum Vulkan des Grauens (nicht der Vesuv, sondern ein Vulkan in Lateinamerika), um den Armseligen zu opfern. Was der Sinn der Aktion ist, wird dem Leser leider nicht verraten. Jedenfalls bringt Gundel den Höllenstuhl in ihren Besitz, muss aber als Gegenleistung auf ihre magischen Fähigkeiten verzichten, bis der Gumburumbu seine Aufgabe erfüllt hat. Sie plant, den armen Dagobert mithilfe des Gumburumbu gefangen zu nehmen und zu erpressen. Entweder Dagobert Duck rückt seinen Glückstaler heraus, oder aber er wird zum Grillerpel! Freundlicherweise will Gundel ihren Erzfeind tatsächlich ohne Zauberei retten, damit dieser nicht im Vulkan des Grauens ein unfreiwilliges Bad nimmt. Also wird der Gumburumbu nach Entenhausen verfrachtet, genauer gesagt in den Duck’schen Geldspeicher. Blöd nur, dass ausgerechnet an diesem Tag Donald die Rolle seines reichen Erbonkels übernommen hat, da dieser auf geheimer Geschäftsreise verweilt! Wie sollte es anders sein, der Gumburumbu schnappt sich den ahnungslosen Donald und marschiert mit ihm gen Lateinamerika. Doch Rettung naht, denn Vetter Dussel steht bereit!

Mein lieber Junge, ganz schön vertrackte Angelegenheit mit diesem Gumburumbu (der Name ging mit schon nach dem erstmaligen Lesen des Titelsauf den Keks). Ungewohnt brutal geht Gundel zu Werke, wenngleich sie Dagobert wie selbstverständlich doch noch retten will. Nichtsdestotrotz bleibt Erpressung nun mal Erpressung! Den krassen Gegenpol zu dieser durchaus spannenden Handlung bildet der unbedarfte Dussel, von Faccini liebevoll in Szene gesetzt. Mag ich, kann ich auch oft darüber lachen, wirkt hier aber irgendwie fehl am Platz. Gundel ohne Zauberkräfte ist interessant, aber eher humorvoll eingearbeitet, als dass dieser Fakt die Handlung stark beeinflussen kann. Man fiebert als Leser mit, wie der Gumburumbu doch noch aufgehalten werden kann!

Faccinis Stil erkennt man sofort wieder, seine feminine Gundel und der schlaksige Dussel sind einmalig. Hübsch anzusehen! Als besonderen Leckerbissen serviert uns Faccini Seite 196: Ein Werbespot in einem Comic, DAS IST NEU! Allerdings möchte ich nichts weiter verraten und rate daher: Selber lesen.

P.S. Okay... Wieder etwas gelernt: Gundel kann mit Nimmermehr also nicht aufgrund ihrer magischen Kräfte sprechen. Die beiden verstehen sich scheinbar auch so!



Zuletzt aktualisiert: 03.02.2017, 02:26