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Rezension: LTB 488 - Läuft bei mir!



Der Garderobot (Augusto Macchetto - Ottavio Panaro; 24 S.)

Ein Dagobert Duck hat’s nicht leicht, kann er doch nicht einmal zusammen mit Baptist einen ruhigen Feierabend im Geldspeicher verbringen. Entenhausen ist voll im Herzschmerz, was an den Filmen von Starlet Donaldson und Prassel Grow liegt. Diese Liebesschnulzen bringen die Entenhausener so sehr zum Seufzen, dass Dagobert dem Ganzen Abhilfe schaffen möchte. Jeder Entenhausener Mann würde gerne den feschen Adoniskörper von Prassel Grow haben, während Frau davon träumt, einmal den Aphroditekörper von Starlet Donaldson zu haben. Dagobert begibt sich zu Erfinder Daniel Düsentrieb, der sich seinen Urlaub redlich verdient hat. Schnell in den Garderobot geschlüpft ist er perfekt gestylt für die Ferien. Daniel überlässt seinem Geldgeber seine – sagen wir – altmodische Denkkappe, doch Dagobert hat längst ein Auge auf den Garderobot geworfen...

Aus dem mittelmäßigen "Dagobert nutzt Düsentrieb’sche Erfindung, um Profit daraus zu schlagen, und fällt am Ende auf den Schnabel"-Plot kommt diese Story einfach nicht heraus. Es gibt auch nicht viel zu sagen zu der Geschichte von Augusto Macchetto, die ein schwächelnder Ottavio Panaro in Bildern zu Papier gebracht hat. Ziemlich verrückt und unausgegoren von vorn bis hinten weiß der Leser schon nach wenigen Seiten, wohin die Reise gehen wird, es kann ihm aber auch genauso gut völlig egal sein. Dieser unterschwellige Grundansatz "Hach, ich möchte unbedingt haargenau so sein wie mein großes Idol im Fernsehen!" wurde für meinen Geschmack nicht sonderlich herausgearbeitet. Das Anti-Mainstream-Konzept im Sinne von "Jeder ist eigentlich individuell, ganz egal, wie andere sich kleiden etc." kommt nicht zur Geltung. Kann man überblättern.



Zuletzt aktualisiert: 07.12.2016, 00:14