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Rezension: LTB 488 - Läuft bei mir!



Bis zum letzten Zwitscher (Alessandro Sisti - Claudio Sciarrone; 42 S.)

Die Kommunikations-App "Zwitscher" ist DER Hit in Entenhausen, kann man damit doch in Sekundenschnelle tolle Neuigkeiten und vieles mehr verbreiten. Gar nicht so toll findet es aber Meisterdetektiv Micky Maus, als sich plötzlich jemand als er selbst ausgibt. Der große Unbekannte nutzt "Zwitscher", um sensible Daten der polizeilichen Arbeit von Kommissar Hunter und Inspektor Issel (gewohnheitsmäßig eher der [Brain-]Offline-Typ) preiszugeben. Während Hunter von der Unschuld seines oft hilfreichen Freundes überzeugt ist, ist dem Bürgermeister der neugierige Mäuserich ein Dorn im Auge. Mithilfe des polizeieigenen Computergenies Gick Grauhut setzt Micky kurz darauf alles daran, seinen Faker zu enthüllen...

In dieser Geschichte ist Micky wieder häufig mit sich selbst beschäftigt, sodass der Krimi nicht so richtig in Fahrt kommt. Das heißt nicht, dass überhaupt keine Spannung aufkommt, nur beeinflusst Micky die Handlung nur am Rande - bis uns Alessandro Sisti schlussendlich eine nicht ganz so stichhaltige Auflösung präsentiert. Dennoch sind die eingeführten Nebencharaktere sehr lebensnah, allen voran die beiden Technik-Nerds in der Zentrale von "Zwitscher" mit Bart und Hosenträgern. Was der Bösewicht mit seinem Plan bezweckt, wird überhaupt nicht erklärt. "Weil es ihm Spaß macht" ist für mich jedenfalls keine befriedigende Antwort. Von der Umsetzung her gefallen mir auch hier die Nebenfiguren von Claudio Sciarrone sehr gut, an Figuren wie Hunter würde ich an Sciarrones Stelle lieber noch etwas feilen. Pluspunkt für ihn: Noch nie habe sich so realistische Sportwagen in Entenhausen gesehen! Ach, und eine alte Bekannte ist auch noch mit von der Partie...
Die Moral von der Geschicht: Ein Post in den Sozialen Netzwerken kann viel in Gang setzen, darum sei stets bedacht, was du an Informationen über dich preisgibst.



Zuletzt aktualisiert: 07.12.2016, 00:08