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Rezension: LTB 488 - Läuft bei mir!



Funkstille (Gorm Transgaard - Giorgio Cavazzano; 30 S.)

Kein LTB ohne ein Phantomias-Abenteuer mit einem zünftigen Schurken, der einen perfiden Plan ausheckt, Entenhausen ins Chaos zu stürzen und seinen kriminellen Machenschaften vollen Lauf zu lassen! Vorliegend ermittelt Phantomias gegen einen Taschendieb im ganz großen Stil: In Entenhausen verschwinden alle Handys, ja sie werden förmlich aus Taschen heraus in den Himmel gesaugt! Superheld Phantomias schrottet gleich zwei 313/Xer auf der Jagd nach dem durchgeknallten Professor, der überzeugt ist, dass nur Smartphones Schuld an seiner üblen Laune sind! Als Retter in der Not fungiert aber nicht Phantomias, der sich unbedarft vom Robowächter des Bösewichtes gefangen nehmen lässt, sondern Daniel Düsentrieb. Logisch, dass dieser ein Mini-Raumschiff immer griffbereit in seinem Schuppen hat, um die drohende Gefahr von der Erde abzuwenden...

Die Kombination Gorm Transgaard und Girogio Cavazzano passt mir einfach nicht in den Kram. Cavazzanos Zeichnungen sind spitzenmäßig und dynamisch! Dagegen hinken die Szenarien von Transgaard dermaßen hinterher, dass es wehtut. Es gibt überhaupt keine Spannung oder so etwas; nein, hier wird stur Schema F abgefrühstückt, ohne auch nur den Ansatz einer Innovation zu entwickeln. Man kann von dem Plot sicherlich halten, was man will, ich finde ihn strunzhohl. Der Schurke ist kein bisschen charismatisch, dass können auch seine persönlichen Motive/Hintergründe nicht hervorrufen. Es gibt kein Abenteuer für Phantomias, der sich wie ein Viertklässler in die Pfanne hauen lässt. Man kann sich nur schämen für den Superhelden, der früher (die Älteren werden sich erinnern) ein wahrer Rächer war.



Zuletzt aktualisiert: 07.12.2016, 00:34