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Warum Arild Midthun zu den besten 20 Disney-Künstlern gehört



In einem 2012 mit donald.no geführten Interview brachte Midthun seine Hochachtung vor Künstlern wie Carl Barks, Marco Rota und auch Don Rosa zum Ausdruck, dessen Fähigkeiten als Geschichtenerzähler er nachdrücklich lobte. Und doch kann man nicht behaupten, dass sich Midthun stilistisch in besonderem Maße an diesen Zeichnern orientiert. Ohnehin scheint jeder Versuch, ihn einer bestimmten Tradition zuzurechnen, zum Scheitern verurteilt. Zu eigenständig ist sein Stil, zu unkonventionell sein künstlerischer Hintergrund. Während andere Disney-Künstler in der Regel als Inker bereits etablierter Zeichner beginnen, deren Stil sie zunächst imitieren und die so gesehen als Lehrmeister fungieren, fehlt Midthun eine solche Ausbildung. Vor seinem vierzigsten Lebensjahr hatte er Donald Duck & Co. noch nie gezeichnet. So ist es am Ende jedem Leser selbst überlassen, mögliche Einflüsse anderer Künstler in Midthuns Zeichnungen hineinzuinterpretieren. Mich zum Beispiel erinnert in seinen frühen Werken insbesondere die Art und Weise, wie er Donald und die Neffen zeichnet, an Scarpas späten Egmont-Stil. Bei der Betrachtung seiner neueren Geschichten erkenne ich hingegen keine augenfälligen Ähnlichkeiten zwischen dem Venezianer und ihm, so dass von einer Stilverwandtschaft letztendlich nur bedingt die Rede sein kann.



Zuletzt aktualisiert: 29.06.2013, 20:10
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